Paysafecard-Code im Online Casino einlösen – Österreich-Test 2026

Aktuell für August 2026
Lizenziert
deVerfügbar in DE
Schnelle Auszahlungen
Nur 18+

Datenstand: 13. August 2026. Lizenz- und Bonusangaben geprüft gegen die Konzessionsdaten des Bundesministeriums für Finanzen (BMF), die Rechtsprechung über das Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) sowie die offiziellen Anbieterangaben und die Paysafecard-Hilfeseiten für Österreich.

Eine geöffnete myPaysafecard-App auf einem Smartphone-Bildschirm neben einer physischen Paysafecard mit sichtbarem 16-stelligen Code, im Hintergrund die Kassenansicht eines Online Casinos
Die Paysafecard wurde in Wien erfunden — doch wer im Casino einzahlen will, braucht zwingend ein registriertes myPaysafecard-Konto

Eine in Wien erfundene Prepaid-Karte entscheidet an der Kasse eines Online Casinos, wer in Österreich überhaupt einzahlen kann – und wer draußen bleibt. Die Paysafecard wurde im Jahr 2000 in Wien eingeführt und gehört heute zur Paysafe Group, die auch Skrill und Neteller betreibt; die Zentrale sitzt weiterhin in Wien. Diese Herkunft erklärt, warum sich kaum ein anderes Zahlungsmittel so selbstverständlich in österreichischen Spielstuben wiederfindet – und warum es trotzdem ein Zahlungsmittel mit einer Sperre ist: Wer Paysafecard-Einzahlungen in einem Online Casino vornimmt, kommt an einem registrierten myPaysafecard-Konto nicht vorbei. Wer das nicht weiß, zahlt nicht.

Der vorliegende Überblick ordnet ein, was die Karte in österreichischen Casinos leistet, welche zehn Anbieter sie tatsächlich akzeptieren, und an welcher Stelle das österreichische Recht jedem Paysafecard-Spieler einen Strich durch die Rechnung macht: Das Glücksspielmonopol nach § 3 GSpG liegt beim Bund, eine Konzession für Online-Glücksspiel hält aktuell nur der win2day-Betreiber – Österreichische Lotterien/Casinos Austria AG –, und ausgerechnet dieser akzeptiert keine Paysafecard. Was danach kommt, ist die unbequeme Wahrheit über EU-Lizenzen, Rückforderbarkeit von Verlusten und die Reform, die ab 2027 den Markt öffnen soll.

Was Paysafecard ist – und warum sie für österreichische Spieler mehr als nur ein Zahlungsmittel ist

Die Paysafecard ist ein Prepaid-Produkt, das den Weg vom Bargeld zum 16-stelligen PIN-Code in einer Tankstelle, einem Supermarkt oder einer Trafik beginnt. Der Code wird anschließend im Kassenbereich eines Casinos eingegeben; das Guthaben ist in Echtzeit auf dem Spielkonto, ohne Bankverbindung, ohne Kreditkarte, ohne Bonitätsabfrage. Das ist die einfache Hälfte der Geschichte. Die andere Hälfte beginnt dort, wo der Code auf Widerstand stößt – bei Casinos, die nachweisen wollen, dass ihr Gegenüber volljährig ist.

Was ist Paysafecard? Der Prepaid-Code aus Wien

Eine Paysafecard ist eine Karte mit einem 16-stelligen PIN, den der Käufer an der Verkaufsstelle gegen einen festen Betrag Bargeld eintauscht. Es gibt keine Bankverbindung, keine Kreditkarte und kein Konto, das an die Karte gekoppelt wäre – bis der Käufer den Code in ein myPaysafecard-Konto einlöst. In diesem Prepaid-Konto verwaltet der Nutzer mehrere Codes, kann Beträge kombinieren und behält den Überblick über Restguthaben. Wer die Karte ohne Registrierung nutzt, hat einen maximalen Verfügungsrahmen von 50 Euro pro Transaktion, der sich aus der kleinsten physischen Stückelung und der Logik des Bargeld-zu-Code-Prinzips ergibt.

Die Paysafecard wurde 2000 in Wien eingeführt und ist bis heute in Wien zentralisiert, mittlerweile als Teil der Paysafe Group, zu der auch die E-Wallets Skrill und Neteller gehören. Die österreichische Herkunft hat dem Produkt im heimischen Markt einen Vertrauensvorsprung verschafft, den kein anderer Zahlungsdienstleister in dieser Form genießt – gleichzeitig bedeutet die Wien-Verankerung aber nicht, dass die Karte für österreichisches Glücksspiel eine Sonderrolle genießt. Im Gegenteil: Ausgerechnet die Glücksspielzahlung ist der Bereich, in dem die Karte am stärksten reguliert wird.

Wo man eine Paysafecard kauft – und welche Beträge möglich sind

Wer eine Paysafecard kaufen will, geht in eine Tankstelle, einen Supermarkt, eine Trafik oder einen Kiosk und zahlt einen festen Betrag. Die Stückelungen sind in Österreich auf 10, 25, 50 und 100 Euro fixiert; wer einen anderen Betrag will, weicht auf den Online-Kauf über myPaysafecard aus, wo variable Beträge zwischen 5 und 150 Euro möglich sind. Bis zu zehn Paysafecards lassen sich pro Transaktion kombinieren, das Tageslimit liegt laut AGB bei 250 Euro.

Der Vorteil der Online-Variante liegt in der Skalierbarkeit: Wer im Casino 30 Euro einzahlen will, kann online einen Code über 30 Euro erwerben und spart sich die Suche nach der passenden physischen Stückelung. Wer im Casino 200 Euro einzahlen will, kann zwei Codes à 100 Euro kombinieren oder den Betrag direkt über das myPaysafecard-Konto buchen. Die physische Variante bleibt hingegen das Bargeld-zu-Code-Prinzip in Reinkultur – eine Tankstelle wird zur Bankfiliale, der PIN zum einzigen Träger des Wertes.

So funktioniert die Paysafecard-Einzahlung im Online Casino

Der Einzahlungsprozess folgt fünf Schritten, von denen der erste außerhalb des Casinos stattfindet: Paysafecard kaufen, myPaysafecard-Konto registrieren, im Casino-Kassenbereich Paysafecard auswählen, Betrag eingeben und Code bestätigen, Echtzeit-Gutschrift prüfen. Wer einen dieser Schritte auslässt – konkret die Registrierung –, kommt nicht weiter.

Genau hier liegt die häufigste Fehlerquelle: Aufgrund lokaler Bestimmungen müssen Glücksspiel-, Wett- und Poker-Zahlungen über einen registrierten Paysafecard-Benutzer laufen, eine direkte Zahlung mit dem 16-stelligen Code ohne Registrierung ist auf Glücksspielseiten nicht möglich. Wer die Bedingung übersieht, sieht im Casino eine Fehlermeldung, ohne dass ihm das System verrät, warum: Die Sperre sitzt auf der Seite des Zahlungsdienstleisters, nicht beim Casino. Das ist kein technischer Defekt, sondern Compliance. Wer die Registrierung nachholt, sieht den Code beim nächsten Versuch akzeptiert; das Guthaben liegt innerhalb von Sekunden auf dem Spielkonto, endgültig und nicht rückbuchbar – eine Paysafecard-Einzahlung ist eine Einbahnstraße.

Die drei größten Vorteile der Paysafecard für Casino-Spieler

Paysafecard-Code im Casino einlösen: Schritt für Schritt – und wo die Fallstricke liegen

Die Mechanik der Code-Einlösung ist schnell erzählt; die Compliance dahinter ist es nicht. Wer die Limits, die Konto-Typen und die Bonusfallen nicht kennt, gibt entweder zu viel aus, verspielt einen Bonus oder scheitert schon an der Registrierung. Die folgende Abfolge bildet den Weg vom gekauften Code bis zum ersten Spin ab – und benennt die Stellen, an denen die Paysafecard ihren eigenen Regeln gehorcht, nicht den Erwartungen des Spielers.

Paysafecard-Code im Casino einlösen: Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung

Mindesteinzahlung und Beträge: Was die Einzahlung mit Paysafecard im Casino kostet

Die Mindesteinzahlung ist nicht bei allen Casinos gleich: bet365 und Betway akzeptieren 5 Euro, bwin, Interwetten, Tipico und Bet-at-home verlangen 10 Euro, Mr Green 20 Euro, LeoVegas 25 Euro; bei NetBet ist für den Bonus keine Einzahlung erforderlich. Diese Schwellen liegen teils unter, teils über den Paysafecard-eigenen Limits, weshalb sich die effektive Einzahlungsspanne aus dem höheren der beiden Werte ergibt. Wer bei bet365 5 Euro einzahlt, gibt einen 5-Euro-Code ein; wer bei LeoVegas 25 Euro einzahlt, nimmt die kleinste physische Stückelung (10 €) dreifach oder einen Online-Code über 25 Euro.

Die Paysafecard kennt drei Limit-Stufen: Ohne Registrierung 50 Euro pro Transaktion, mit myPaysafecard Standard 150 Euro, mit Unlimited 300 Euro. Wer also im Casino 200 Euro einzahlen will, braucht mindestens ein registriertes Konto. Wer 350 Euro einzahlen will, braucht das Unlimited-Konto. Was nicht geht: Eine monatliche Bereitstellungsgebühr ab dem zweiten Monat für ungenutztes Guthaben – wer eine Karte kauft und sie nicht einlöst, zahlt dafür. Das ist keine österreichische Spezialität, sondern Teil der internationalen Paysafecard-AGB.

Mobile Einzahlung mit Paysafecard: Unterwegs ins Casino

Die myPaysafecard-App ist der mobile Zugang zu allen Codes, die ein Spieler gekauft hat, und der Ort, an dem sich Codes kombinieren lassen. Wer unterwegs einzahlt, gibt den Code genauso ein wie am Desktop; die Casino-Websites haben den Paysafecard-Kassenmodul für mobile Browser in der Regel identisch integriert. Die Limits sind dieselben, die Registrierungspflicht ist dieselbe, die Echtzeit-Gutschrift ist dieselbe.

Der Vorteil der mobilen Variante liegt nicht in neuen Limits, sondern in der Zusammenfassung: Code-Kauf und Einzahlung passieren aus einer Hand, ohne PC, ohne zweite Hardware. Wer am Morgen in der Trafik eine 25-Euro-Karte kauft, kann sie auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn im Casino einlösen. Das verändert die Mechanik nicht, verdichtet aber die Schritte – und macht es schwieriger, sich zwischen Kauf und Einzahlung noch einmal zu fragen, ob der Betrag richtig ist.

Auszahlung mit Paysafecard: Warum sie nicht direkt möglich ist – und welche Alternativen bleiben

Die Paysafecard ist ein reines Einzahlungsprodukt. Es gibt keine Auszahlung auf eine Paysafecard; das ist keine Einschränkung einzelner Casinos, sondern der Charakter des Produkts. Wer Gewinne auszahlen will, muss einen anderen Weg gehen: Banküberweisung, Skrill, Neteller, Kreditkarte – je nach Angebot des Casinos und Verfügbarkeit für österreichische Spieler. Skrill und Neteller sind innerhalb der Paysafe Group die naheliegenden Alternativen, weil sie denselben Konzern teilen und in den meisten Casinos als Auszahlungsmethode akzeptiert werden.

Die Dauer der Auszahlung hängt vom Casino und der Methode ab; eine einheitliche Angabe lässt sich nicht machen. Wer in einem Offshore-Casino spielt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die erste Auszahlung wegen der KYC-Prüfung länger dauern kann als die folgenden – Identitätsverifizierung, Adressnachweis und Wohnsitzbestätigung stehen typischerweise vor der ersten Überweisung an. Die Paysafecard selbst hilft an dieser Stelle nicht weiter; sie hat ihre Schuldigkeit getan, sobald das Geld auf dem Spielkonto liegt.

Bonus bei Paysafecard-Einzahlung: Was Spieler vor der ersten Einzahlung wissen müssen

Nicht jeder Willkommensbonus gilt für Paysafecard. Manche Casinos schließen diese Einzahlungsmethode explizit aus, andere nicht. Wer vor der ersten Einzahlung nicht in den Bonusbedingungen prüft, ob Paysafecard qualifiziert, riskiert, den Bonus leer mitzunehmen – die Einzahlung zählt, der Bonus nicht.

Die Bandbreite der Angebote im aktuellen Vergleich: bwin 100 Prozent bis 200 Euro oder 100 Freispiele mit 10-facher Umsatzbedingung, bet365 50 Freispiele plus Sportwetten-Wett-Credits, Mr Green 100 Prozent bis 100 Euro plus 100 Freispiele für Book of Dead mit 35-facher Umsatzbedingung, Interwetten 100 Prozent bis 100 Euro mit nur 5-facher Umsatzbedingung, Tipico 100 Prozent bis 100 Euro mit 6-facher Umsatzbedingung, Bet-at-home 100 Prozent bis 100 Euro plus 500-Prozent-Boost auf die erste Wette, LeoVegas Cash-Spins zu 0,25 Euro pro Spin ohne Umsatzbedingung auf die Gewinne, Betway bis 100 Euro Freiwette, NetBet 50 Freispiele für Book of Dead ohne Einzahlung. Bei bet365 sind Skrill und Neteller zusätzlich vom Bonus ausgeschlossen – ein Hinweis, dass die Bonus-Politik einzelner Casinos Prepaid- und E-Wallet-Einzahlungen unterschiedlich behandelt.

Was die Mr-Green-Bonus-Konstruktion unter dem Strich kostet: Wer den 100-Euro-Bonus annimmt, muss 3.500 Euro Umsatz generieren (35 × 100), bei einem RTP von 96,21 Prozent auf Book of Dead bleibt davon rechnerisch ein erwarteter Verlust von etwa 132,65 Euro – der Preis, den ein Spieler im Schnitt für das Bonusgeld bezahlt, wenn er die Bedingungen vollständig durchspielt. Diese Zahl ist ein statistischer Mittelwert über viele Spins unter der Annahme, dass nur der Bonusbetrag umgesetzt wird; sie verspricht weder einen Gewinn noch einen konkreten Ausgang für den Einzelfall.

Eine Anmerkung zu den Werbe-Etiketten, die viele dieser Boni tragen: „Bis 200 Euro“ liest sich groß, ist aber an eine 100-prozentige Einzahlung in voller Höhe gebunden – wer 50 Euro einzahlt, bekommt 50 Euro Bonus, nicht 200. „Cash-Spins“ suggeriert bares Geld, meint aber Freispiele zu einem festen Spin-Wert – bei LeoVegas 0,25 Euro pro Spin, was den Charakter eines Freispiel-Bonus offenlegt, ohne ihn als solchen zu bezeichnen.

myPaysafecard-Konto vs. direkter Code: Der entscheidende Unterschied für Casino-Spieler

Die Paysafecard kennt zwei Wege ins Casino: den direkten 16-stelligen Code und das registrierte myPaysafecard-Konto. Der direkte Code ist im Alltag bequem, im Casino nicht zulässig – Glücksspielseiten akzeptieren ausschließlich Zahlungen von registrierten Benutzern. Die Registrierungspflicht ergibt sich nicht aus einer Laune der Casinos, sondern aus den lokalen Bestimmungen, die Paysafecard selbst umsetzt; das ist die Brücke zwischen dem Prepaid-Produkt und der Compliance-Pflicht, die im österreichischen Recht ohnehin gilt (FM-GWG, EU-AML-Rahmen).

Wer ohne Registrierung einzahlt, scheitert an der Annahme. Wer sich registriert, schaltet die Sperre frei und kann zwischen drei Konto-Typen wählen: Standard mit 150 Euro pro Transaktion, Unlimited mit 300 Euro pro Transaktion. Das Mindestalter liegt in Österreich seit dem 10. Juli 2023 einheitlich bei 18 Jahren – das ist die Schnittstelle zwischen Paysafecard-Compliance und Glücksspielrecht, die für Casino-Spieler den entscheidenden Unterschied macht. Wer unter 18 ist, kommt weder an ein myPaysafecard-Konto noch an ein österreichisches Casino.

Online Casinos mit Paysafecard in Österreich: Warum nur wenige Anbieter im 2026-Test überzeugen

Der Test umfasst zehn Anbieter, die Paysafecard als Einzahlungsmethode listen oder für österreichische Spieler erreichbar sind. Davon besitzt ein einziger eine österreichische Konzession – win2day, betrieben von Österreichische Lotterien/Casinos Austria AG – und ausgerechnet dieser akzeptiert keine Paysafecard. Die übrigen neun operieren mit maltesischer oder gibraltarischer Lizenz, die in Österreich keine rechtliche Grundlage für die Bedienung heimischer Spieler bietet. Wer in dieser Konstellation spielt, bekommt die Bequemlichkeit der Paysafecard-Einzahlung, aber nicht den Schutz des österreichischen Konzessionsrechts.

Eine Übersichtstabelle mit Casino-Logos und hervorgehobenem Paysafecard-Symbol, farblich markiert nach Lizenzstatus in Österreich
Nur ein einziger Anbieter im Vergleich besitzt eine österreichische Konzession — und ausgerechnet der akzeptiert keine Paysafecard

Bonus- und Umsatz-Vergleich im Überblick

Anbieter Bonus-Typ Umsatz-Multiplikator Gültigkeit
bwin 100 % bis 200 € / 100 FS 10× 7 Tage (FS)
Mr Green 100 % bis 100 € 35× 30 Tage
Interwetten 100 % bis 100 € 60 Tage
Tipico 100 % bis 100 € 30 Tage
Bet-at-home 100 % bis 100 € 60 Tage
LeoVegas 20× Einzahlung 20× 30 Tage
NetBet 50 FS (No Deposit)
Bonus-Angebot Erwarteter Verlust (rechnerisch)
100 € Bonus (5x Umsatz) ~ 40 €
100 € Bonus (35x Umsatz) ~ 132 €

So haben wir verglichen: Die Kriterien für unseren 2026-Test

Die Auswahl der zehn Anbieter folgt vier Kriterien: Paysafecard-Akzeptanz als Aufnahmebedingung, rechtlicher Status in Österreich (Konzession vs. ausländische Lizenz), Bonus-Angebot mit publizierten Bedingungen, Mindesteinzahlung und Spielauswahl. Wer alle vier Kriterien erfüllt und einen dokumentierten Willkommensbonus vorweisen kann, kommt in den Vergleich; wer nur drei erfüllt, fällt durch. Die Gewichtung dieser Kriterien wurde nicht in Prozentzahlen gefasst, weil eine Prozentgewichtung eine Messgenauigkeit vortäuscht, die der Markt nicht hergibt – die Bedingungen ändern sich, die Lizenzlage bleibt, die Bonusstruktur ist verhandelbar.

Das wichtigste Kriterium ist nicht das Bonusvolumen, sondern die Übersetzung der Bonusbedingungen in einen erwarteten Verlust: Wer ein 100-Euro-Bonus mit 5-facher Umsatzbedingung bekommt, zahlt im Schnitt weniger als jemand mit 35-facher Umsatzbedingung – alles andere gleich. Diese Mechanik gehört zum Pflichtprogramm jedes Spielers, der einen Bonus annimmt.

win2day – Der einzige Anbieter mit österreichischer Konzession, aber ohne Paysafecard

win2day ist die Online-Plattform der Österreichischen Lotterien und Casinos Austria, lizenziert nach § 12a GSpG mit einer Konzession, die bis zum 30. September 2027 läuft. Das ist der einzige Sitz im Vergleich, an dem österreichisches Recht ohne Umweg gilt: Einzahlungslimits und Spielzeitlimits werden bei der Registrierung gesetzt, der verantwortungsvolle Maßstab nach § 56 GSpG prägt das Werbeverhalten, und die Spielauswahl stammt aus dem Novomatic-/Greentube-Konzern. Was fehlt, ist die Paysafecard – die akzeptierten Zahlungsmethoden sind EuroBon, Kreditkarte, Google Pay, eps-Überweisung und Prepaid-Bon.

Die Kehrseite dieser Sorgfalt: Kein klassischer Casino-Willkommensbonus ist auf win2day publiziert. Wer auf win2day spielt, spielt ohne Bonus-Marketing und ohne die Versuchung, einen Bonus unter Zeitdruck freizuspielen – und ohne die Möglichkeit, mit einem 16-stelligen Code einzuzahlen. Das ist die saubere Seite des österreichischen Modells: Wer sie sucht, muss sie gegen die Bequemlichkeit der Paysafecard abwägen.

bwin – 100 % bis 200 € oder 100 Freispiele mit nur 10-facher Umsatzbedingung

bwin operiert mit maltesischer Lizenz, in Österreich nicht autorisiert. Spieler können die Paysafecard als Einzahlungsmittel wählen, wobei die Mindesteinzahlung bei 10 Euro liegt. Das Willkommenspaket ist die Wahl zwischen 100 Prozent bis 200 Euro oder 100 Freispielen; die Umsatzbedingung beträgt das 10-fache, die Freispiele sind 7 Tage gültig. Das ist eine der niedrigeren Umsatzmultiplikatoren im Testfeld und der Grund, warum bwin für Spieler interessant bleibt, die einen Bonus unter realistischen Bedingungen freispielen wollen.

Wer hier einzahlt, akzeptiert die Lizenzrealität: MGA-Lizenz ist nicht österreichisch, das Spielangebot ist in Österreich rechtlich nicht autorisiert. Die Paysafecard-Einzahlung selbst funktioniert reibungslos, weil der Zahlungsdienstleister die Registrierung vornimmt, nicht das Casino.

bet365 – 50 Freispiele und 5-€-Mindesteinzahlung für Sportwetten-affine Spieler

bet365 bringt eine Gibraltar/MGA-Lizenz mit, die in Österreich ebenfalls nicht autorisiert ist. Die Paysafecard-Einzahlung ist möglich, die Mindesteinzahlung liegt bei nur 5 Euro – das ist die niedrigste Hürde im Vergleich und der Grund, warum bet365 für Spieler mit kleinem Budget interessant bleibt. Der Willkommensbonus besteht aus 50 Freispielen für Slots und 100 Prozent Wett-Credits bis 100 Euro für Sportwetten; die Wett-Credits sind nicht auszahlbar, die Slots-Gewinne aus den Freispielen unterliegen den jeweiligen Bedingungen. Die Bonusfrist liegt bei 30 Tagen ab Registrierung.

Ein wichtiger Hinweis, der in der Bonus-Architektur oft übersehen wird: Skrill- und Neteller-Einzahlungen qualifizieren nicht für den Neukundenbonus – ein Parallelhinweis zur Paysafecard-Diskussion, der zeigt, dass die Sperrliste nicht nur Prepaid-Zahlungen, sondern auch die konzerneigenen E-Wallets umfasst.

Mr Green – 100 Freispiele für Book of Dead und 35-fache Umsatzbedingung

Mr Green ist ein schwedischer Anbieter mit MGA-Lizenz; für österreichische Spieler besteht keine Konzession. Das Casino ermöglicht Paysafecard-Einzahlungen ab einem Betrag von 20 Euro. Das Bonus-Paket umfasst 100 Prozent bis 100 Euro plus 100 Freispiele für Book of Dead – ein Slot mit 96,21 Prozent RTP und hoher Volatilität – sowie eine 35-fache Umsatzbedingung auf den Bonusbetrag. Die Bonusfrist beträgt 30 Tage; die Provider-Liste umfasst NetEnt, Microgaming, Play’n GO und Evolution.

Die 35-fache Umsatzbedingung ist die höchste im Casino-Vergleich. Wer den 100-Euro-Bonus vollständig durchspielt, generiert 3.500 Euro Umsatz und zahlt unter den Book-of-Dead-Bedingungen rechnerisch etwa 132,65 Euro erwarteten Verlust. Das ist der Preis für ein Bonusvolumen, das in der Werbung groß erscheint und in der Mechanik teuer ist.

Interwetten – 100 % bis 100 € mit der niedrigsten 5-fachen Umsatzbedingung

Interwetten trägt die Lizenz MGA/B2C/110/2004, wurde 1990 in Wien gegründet und ist in Österreich nicht autorisiert. Paysafecard wird akzeptiert, die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Euro. Der Bonus ist 100 Prozent bis 100 Euro mit einer Umsatzbedingung von nur 5 – auf Ein- und Bonusbetrag, bei einer Mindestquote von 1,70. Die Bonusfrist ist mit 60 Tagen die längste im Testfeld.

Wer hier rechnet, sieht den Unterschied: 5-fache Umsatzbedingung auf 200 Euro (100 Einzahlung + 100 Bonus) ergibt 1.000 Euro Umsatz, bei 96 Prozent RTP etwa 40 Euro erwarteter Verlust. Das ist ein Bruchteil dessen, was ein 35-facher Multiplikator kostet, und der Grund, warum Interwetten im Bonus-Ranking regelmäßig oben steht. Die Mindestquote von 1,70 schränkt das Angebot auf Sportwetten ein, was die Casino-Bonus-Mechanik nicht direkt betrifft, aber für Spieler mit Casino-Fokus den Rahmen verschiebt.

Tipico – 100 % bis 100 € mit 6-facher Umsatzbedingung und Sportwetten-Fokus

Tipico ist ein deutscher Wettanbieter mit MGA-Lizenz und starker Österreich-Präsenz. Paysafecard-Einzahlungen sind möglich, Auszahlungen über Paysafecard nicht. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Euro, der Willkommensbonus ist 100 Prozent bis 100 Euro mit einer 6-fachen Umsatzbedingung auf Bonus und Einzahlung, gilt 30 Tage. Der Bonus ist primär auf Sportwetten zugeschnitten; Casino-Spieler bekommen den Bonus, spielen ihn aber unter Sportwetten-Bedingungen frei.

Die Paysafecard-Sperre auf der Auszahlungsseite ist ein wiederkehrender Punkt: Die Karte ist Einzahlungsmedium, nicht Auszahlungsmedium. Wer bei Tipico gewinnt und mit Paysafecard eingezahlt hat, muss den Gewinn über Banküberweisung, Skrill oder eine andere Methode auszahlen lassen. Die Bearbeitungsdauer variiert; eine fixe Angabe lässt der Anbieter nicht zu.

Bet-at-home – 100 % bis 100 € mit 60 Tagen Gültigkeit und 500-%-Boost

Bet-at-home arbeitet mit MGA-Lizenz und verfügt über keine Konzession für den österreichischen Markt. Der Anbieter akzeptiert Paysafecard-Zahlungen ab 10 Euro. Der Willkommensbonus ist 100 Prozent bis 100 Euro plus ein 500-Prozent-Boost auf die erste Wette – eine Zahl, die in der Werbung nach viel klingt, aber an die Quote der ersten Wette gebunden ist und nur unter Sportwetten-Bedingungen greift. Die Umsatzbedingung ist 6-fach auf Bonus und Einzahlung, die Bonusfrist liegt bei 60 Tagen – die längste im Casino-Vergleich neben Interwetten. Provider sind NetEnt, Microgaming und Evolution.

Was hier zu Buche schlägt, ist die Frist: 60 Tage sind ein Puffer, den Spieler mit kleinem Budget brauchen, um die Umsatzbedingung nicht unter Zeitdruck zu erfüllen. Der 500-Prozent-Boost bleibt ein Sportwetten-Feature, das Casino-Spieler nicht direkt nutzen.

LeoVegas – Cash-Spins ohne Umsatzbedingungen auf die Gewinne

LeoVegas ist ein MGA-lizenzierter Anbieter mit Mobile-First-Ausrichtung, in Österreich nicht autorisiert. Paysafecard wird akzeptiert, die Mindesteinzahlung ist mit 25 Euro die höchste im Testfeld. Das Willkommenspaket ist eine Mischung aus 100 Prozent bis 100 Euro (Sportwetten) und Cash-Spins im Casino: 0,25 Euro pro Cash-Spin, keine Umsatzbedingungen auf die Gewinne aus den Cash-Spins – ein Detail, das die Architektur von „Freispielen“ aufbricht. Auf den Einzahlungsbetrag selbst wartet eine 20-fache Umsatzbedingung; die Cash-Spins sind 3 Tage gültig, der Bonus 30 Tage. Provider sind NetEnt, Microgaming, Play’n GO, Evolution und Pragmatic Play.

Der Clou steckt in der Cash-Spin-Mechanik: Wer 25 Euro einzahlt, bekommt Cash-Spins zu 0,25 Euro – also 100 Spins –, deren Gewinne ohne weitere Bedingung ausgezahlt werden können. Die 20-fache Umsatzbedingung auf den Einzahlungsbetrag bleibt davon getrennt. Für Spieler, die auf das Cash-Spin-Element setzen, ist LeoVegas die Ausnahme im Testfeld; für Spieler, die den klassischen Bonus suchen, ist die Mechanik ungewohnt.

Betway – Microgaming-Plattform mit Sportwetten-Freiwette als Einstieg

Betway ist seit 2006 online, mit MGA-Lizenz und in Österreich nicht autorisiert. Paysafecard wird akzeptiert, die Mindesteinzahlung liegt bei 5 Euro. Der Willkommensbonus ist bis zu 100 Euro Freiwette, die bei Verlust der ersten Kombiwette greift – kein klassischer Casino-Einzahlungsbonus, sondern ein Sportwetten-Produkt. Die Bonusfrist ist 30 Tage ab Registrierung. Provider sind Microgaming, Evolution und NetEnt.

Wer hier spielt, spielt ohne Casino-Bonus – und mit der niedrigsten Einstiegshürde im Testfeld. Die 5-Euro-Mindesteinzahlung macht Betway für Gelegenheits-Spieler interessant; das fehlende Casino-Bonus-Angebot verschiebt das Profil in Richtung Sportwetten.

NetBet – Der einzige Anbieter mit 50 Freispielen ganz ohne Einzahlung

NetBet arbeitet mit MGA-Lizenz, in Österreich nicht autorisiert. Paysafecard wird akzeptiert. Das Bonus-Angebot ist 50 Freispiele für Book of Dead – ein Slot mit 96,21 Prozent RTP – ohne Einzahlung, nur Konto-Verifizierung erforderlich. Das ist der einzige echte No-Deposit-Bonus im Testfeld und das Alleinstellungsmerkmal von NetBet. Provider sind NetEnt, Microgaming, iSoftBet und Evolution.

Der Reiz des No-Deposit-Bonus liegt in der Mechanik: Kein eigenes Geld riskieren, kein Umsatz-multiplikator, nur die Konto-Verifizierung als Bedingung. Die Freispiele sind an die Verifizierung gekoppelt, was bedeutet, dass die Identitätsfeststellung – Voraussetzung für jeden Bonus – hier vor dem ersten Spin steht. Für Spieler, die ein Casino ohne eigenes Risiko testen wollen, ist NetBet die einzige Adresse; für Spieler, die einen klassischen Einzahlungsbonus suchen, fehlt das Angebot.

Das österreichische Glücksspielmonopol: Warum Ihr Paysafecard-Casino wahrscheinlich ohne AT-Lizenz arbeitet

Wer in Österreich ein Online Casino mit Paysafecard-Einzahlung sucht, bedient einen Markt, der rechtlich zweigeteilt ist. Auf der einen Seite win2day – staatlich konzessioniert, an GSpG und § 56 gebunden, ohne Paysafecard. Auf der anderen Seite neun Anbieter mit ausländischer Lizenz – bequem zu erreichen, Paysafecard-fähig, aber rechtlich nicht autorisiert. Das ist kein Widerspruch, sondern das österreichische Modell: Das Glücksspielmonopol nach § 3 GSpG behält die Konzession beim Bund, eine Konzession für Online-Glücksspiel hält nur Österreichische Lotterien/Casinos Austria. Was danach kommt, spielt sich in einer Grauzone ab.

Ein offizielles Dokument mit dem Siegel der Republik Österreich und dem Schriftzug „Glücksspielgesetz“ neben einer Paysafecard auf einem Schreibtisch
Das GSpG-Monopol macht Verträge mit nicht lizenzierten Anbietern nichtig — Spieler können Verluste zurückfordern, riskieren aber auch die Rückforderung ausgezahlter Gewinne

Die Konsequenzen für Spieler sind nicht symbolisch: Verträge mit nicht lizenzierten Anbietern sind nach GSpG nichtig (OGH seit 2020, bestätigt durch 6 Ob 31/24p), die Spielverluste sind zurückforderbar. Der Europäische Gerichtshof hat in der Entscheidung C-77/24 (Wunner, 15. Jänner 2026) bestätigt, dass Verluste beim illegalen Online-Glücksspiel nach dem Recht des Wohnsitz-Mitgliedstaats zu beurteilen sind – was die Rückforderung österreichischer Spieler gegen Malta- und Offshore-Betreiber zusätzlich stärkt. Die Kehrseite: Ein nichtiger Vertrag schneidet beide Seiten. Was der Spieler zurückfordern kann, kann der Betreiber im Grundsatz auch zurückfordern – ausgezahlte Gewinne sind nicht automatisch sicher.

Paysafecard ohne Anmeldung: Der Mythos der anonymen Casino-Zahlung – und warum die Registrierung trotzdem Pflicht ist

Die Vorstellung, mit einer Paysafecard anonym ins Casino einzuzahlen, ist eine der hartnäckigsten Fantasien des Online-Glücksspiels. Sie hat zwei Quellen: das Bargeld-zu-Code-Prinzip, das keine Bankverbindung erfordert, und das Versprechen der Prepaid-Karte als Hülle zwischen Spieler und Anbieter. Beide Quellen versiegen an derselben Stelle: bei der Registrierungspflicht.

Die Paysafecard-Regel ist eindeutig: Für Zahlungen an Online-Casinos, Poker- und Wettseiten muss ein registrierter Paysafecard-Benutzer vorliegen, eine direkte Zahlung mit dem 16-stelligen Code ist auf Glücksspielseiten nicht möglich. Dahinter steht nicht eine Laune des Zahlungsdienstleisters, sondern die österreichische Rechtslage: KYC-Pflicht nach FM-GWG, Identitätsfeststellung und Wohnsitznachweis als Standard. Wer spielt, ist identifizierbar. Das Mindestalter liegt in Österreich seit dem 10. Juli 2023 einheitlich bei 18 Jahren. Wer die Anonymitätserwartung an die Paysafecard mitbringt, zahlt im Casino nicht ein.

Ohne Konto spielen: Was in Österreich wirklich möglich ist – und was nicht

„Casino ohne Konto“ ist in Europa ein Trend: Trustly und Pay’n Play ermöglichen Ein- und Auszahlungen über die Bankidentifikation, ohne dass ein dauerhaftes Spielkonto angelegt wird. Die Paysafecard könnte in dieser Architektur eine Zahlungsschicht sein – sie ist Prepaid, braucht keine Bankverbindung, ist aber im Glücksspielbereich durch die Registrierungspflicht gebunden. Wer in Österreich „ohne Konto“ spielen will, läuft in zwei Schranken: Die myPaysafecard-Registrierung als Hürde des Zahlungsdienstleisters und die KYC-Pflicht der österreichischen Regulierung als Hürde des Rechts.

win2day akzeptiert keine No-Account-Spieler – eine vollständige Konto-Registrierung ist Pflicht. Offshore-Casinos bieten teilweise Modelle an, die eine dauerhafte Kontoanlage vermeiden, bleiben aber rechtlich in der Grauzone und haben denselben KYC-Stempel bei der Auszahlung. Wer auf No-Account-Modelle setzt, gewinnt Bequemlichkeit beim Einstieg und verliert sie bei der Auszahlung; das ist die unausgesprochene Mechanik hinter dem Begriff.

Das GSpG-Monopol nach § 3 sagt klar: Die Durchführung von Glücksspielen ist dem Bund vorbehalten. § 12a erfasst elektronische Lotterien als Rechtsgrundlage für das Online-Casino, § 14 regelt das Konzessionssystem. Der einzige Konzessionär für Online-Glücksspiel in Österreich ist win2day, betrieben von Österreichische Lotterien/Casinos Austria AG. Die Konzession für landbasierte Casinos hält separat die Casinos Austria AG. Das war es – kein zweiter Anbieter, keine ausländische Lizenz mit Wirkung für den österreichischen Markt, keine MGA-Lizenz, die den Weg in die Rechtmäßigkeit öffnen würde.

Die OGH-Rechtsprechung hat das Monopol wiederholt als unionsrechtskonform bestätigt; die Argumentation der Offshore-Betreiber, das österreichische Monopol verstoße gegen Art. 56 TFEU, ist damit vorerst vom Tisch. Die Reform, die ab 1. Oktober 2027 unbegrenzte 5-Jahres-Lizenzen vorsieht (Entwurf Glücksspielreformgesetz 2026, Umlaufbeschluss 60e vom 4. August 2026), ändert das Bild – bis dahin gilt der Status quo.

Risiken des Spielens in nicht lizenzierten Casinos: Nichtige Verträge, Rückforderung und was das für Spieler bedeutet

Wer in einem Offshore-Casino spielt, hat keinen österreichischen Konsumentenschutz und keinen Rechtsweg vor heimischen Gerichten, der automatisch greift. Die Verträge sind nichtig, die Verluste sind zurückforderbar – und die Kehrseite dieser Rechte ist die Unsicherheit über ausgezahlte Gewinne. Der Europäische Gerichtshof hat in der Entscheidung Wunner (C-77/24) aus dem Jänner 2026 die Anwendung des Rechts des Wohnsitz-Mitgliedstaats auf Rückforderungsansprüche gestärkt; österreichische Spieler können sich auf diese Entscheidung berufen.

Die Strafnormen richten sich nicht gegen Spieler: § 52 GSpG und § 168 StGB zielen auf Betreiber und Vermittler, nicht auf Konsumenten. Wer spielt, macht sich nicht strafbar; wer spielt, verzichtet aber auf den Schutzrahmen, den das österreichische Recht sonst bietet. Die praktischen Risiken sind Auszahlungsverzögerung, KYC-Reibung, kein österreichischer Rechtsweg. Die theoretische Chance ist die Rückforderung von Verlusten – eine Möglichkeit, die österreichische Kanzleien aktiv bewerben und die das Vertragsverhältnis auf eine ungewöhnliche Weise zweiseitig auflöst.

Spielerschutz mit Paysafecard: Welche Limits wirklich schützen – und wo Spieler in Österreich Hilfe finden

Das österreichische Recht kennt kein gesetzliches Einzahlungslimit – kein 1.000-Euro-Deckel wie in Deutschland, keine 1-Euro-pro-Spin-Obergrenze wie im deutschen System. Die Limits sind betreiberseitig; auf win2day müssen Spieler vor dem Spielen ein Einzahlungs- und ein Spielzeitlimit setzen. Was den Schutzrahmen ausmacht, sind Selbstsperre, Spielpausen, Realitätschecks und die Hilfsangebote außerhalb der Casinos. Die Paysafecard wirkt in diesem Vakuum als faktische Bremse – was nicht auf der Karte ist, kann nicht verspielt werden.

Einzahlungslimits mit Paysafecard: Warum das Prepaid-Prinzip die härteste Spielbremse ist

Wer in Österreich ohne gesetzliche Obergrenze spielt, hat drei Bremsebenen: die eigene Selbstkontrolle, die betreiberseitigen Limits und die physikalische Grenze des Prepaid-Guthabens. Die Paysafecard zwingt die zweite und dritte Ebene ineinander – wer nur Codes über insgesamt 50 Euro kauft, kann im Casino nicht mehr ausgeben, auch wenn das Casino selbst keine Grenze setzt. Das ist keine rechtliche Schutzmaßnahme, sondern ein Produktmerkmal, das seine Schutzkraft aus der Vorab-Limitierung zieht.

Die Transaktionslimits der Paysafecard staffeln sich nach Konto-Typ: 50 Euro ohne Registrierung, 150 Euro Standard, 300 Euro Unlimited. Wer sich für Standard registriert, hat 150 Euro pro Transaktion – das ist eine harte Obergrenze, die der Spieler nur durch die Wahl des Unlimited-Kontos oder die Kombination mehrerer Codes aushebelt. Der Reformentwurf 2026 plant die Einführung eines marktweiten Einzahlungsregisters, das diese Fragmentierung ablösen soll; bis dahin bleibt die Paysafecard der einzige Mechanismus, der eine physikalische Obergrenze ohne Casino-Mitwirkung erzwingt.

Selbstkontrolle und Spielerschutz: Mehr als nur Limits

Selbstsperre ist das wirksamste Instrument im österreichischen Spielerschutz – und das einzige, das unabhängig vom Casino funktioniert. Wer sich selbst sperrt, kann nicht spielen, auch wenn das Casino die Sperre überwinden hilft. Die win2day-Plattform bietet die Selbstsperre als Standardfunktion; viele Offshore-Casinos bieten sie ebenfalls an, ohne dazu verpflichtet zu sein. Spielpausen und Session-Limits sind niedrigschwelligere Alternativen, die weniger restriktiv, aber leichter durchzusetzen sind.

Die BMF Stabsstelle für Spielerschutz (§ 1 Abs. 4 GSpG, seit 2010) ist die staatliche Kontrollinstanz, die Werbung und Spielverhalten beobachtet und Complianz-Vorgaben macht. Der verantwortungsvolle Maßstab nach § 56 GSpG regelt, was Casinos werben dürfen; er ist kein Bonuslimit, sondern eine Werbe-Schranke. Das Online-Selbsthilfetool genuggespielt.at ergänzt das Angebot für Spieler, die ohne Beratungsstelle aktiv werden wollen.

Hilfsangebote in Österreich: Anlaufstellen, Hotlines und der BMF-Selbsttest

Die Spielsuchthilfe Wien (Stolberggasse 26/III, 1050 Wien, Telefon 01 544 13 57, E-Mail [email protected]) bietet kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Beratung und Therapie für Glücksspielabhängige und Angehörige – österreichweit, auch online. Die Fachstelle für Glücksspielsucht (fachstelle-glücksspielsucht.at) deckt die Steiermark ab und ist ebenfalls österreichweit erreichbar. Der BMF-Selbsttest „Bin ich gefährdet?“ ist unter umfrage.bca.gv.at online verfügbar und dient als niedrigschwelliges Erkennungsangebot für Spieler, die sich einen ersten Überblick verschaffen wollen.

Wer eines dieser Angebote nutzt, hat keine Wartezeit und keine Voraussetzungen außer dem eigenen Entschluss. Die Hemmschwelle ist die Kontaktaufnahme, nicht die Kostenstruktur.

Wie viele Österreicher sind betroffen? Die Zahlen zum Glücksspielverhalten

Der Epidemiologiebericht Sucht 2025 (GÖG/ARGE Suchtvorbeugung) hält die Daten fest: Etwa die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren nimmt mindestens einmal jährlich am Glücksspiel teil, 40 Prozent einmal monatlich. Die Glücksspielsuchtproblematik wird als „relativ stabil“ eingestuft. Was das für die Spielerschutzdebatte bedeutet: Die Reichweite des Glücksspiels ist hoch, der Anteil der problematischen Spielverhalten bleibt konstant, der Spielerschutz arbeitet weiter gegen die Normalisierung.

Die Kanalisierungsrate des legalen Marktes liegt laut Reform-Wirkungsfolgenabschätzung bei 45 Prozent, das Ziel nach der Reform bei mindestens 80 Prozent. Das ist die zentrale Begründung für die Marktöffnung 2027: Wer spielt, soll im legalen Angebot spielen, nicht im Offshore-Bereich.

So haben wir getestet: Auswahlkriterien, Quellen und Bewertungsgrundlage für diesen 2026-Vergleich

Die Auswahl der zehn Anbieter folgt der Bedingung „Paysafecard-Akzeptanz plus Erreichbarkeit für österreichische Spieler“, ergänzt um win2day als lizenzierten Referenzpunkt. Geprüft wurden die offiziellen Anbieter-Websites (Bonusbedingungen, Zahlungsmethoden, AGB), die Paysafecard-Hilfeseiten für Österreich (Limit-Struktur, Compliance-Regeln), das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und das Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) für Konzessionsstatus, GSpG und OGH-Rechtsprechung, der Epidemiologiebericht Sucht 2025 (GÖG) für Prävalenz, und die Spielsuchthilfe Wien für Hilfsangebote. Die Bewertung der Anbieter erfolgt qualitativ; keine Prozentgewichtungen wurden erfunden, keine Scores berechnet, die nicht aus den Eingangsdaten abgeleitet sind.

Was Sie aus diesem Vergleich mitnehmen sollten

Die zentrale Erkenntnis ist unbequem: Wer in Österreich mit Paysafecard im Online Casino einzahlen will, spielt in neun von zehn Fällen bei einem Anbieter ohne österreichische Konzession. Das ist die Konsequenz des GSpG-Monopols, nicht das Versagen einzelner Casinos. Die Paysafecard selbst bleibt ein bequemes Einzahlungsmedium – Echtzeit-Gutschrift, keine Bankdaten, Prepaid-Kontrolle –, aber die Bequemlichkeit endet an der Auszahlung und an der Frage, welche rechtliche Handhabe ein Spieler im Streitfall hat.

Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen lesen. Interwetten (5-fach) und Bet-at-home/Tipico (6-fach) bieten die niedrigsten Umsatzmultiplikatoren im Testfeld; LeoVegas (20-fach auf Einzahlung) und Mr Green (35-fach auf Bonus) sind die teureren Varianten. NetBet ist die Ausnahme: 50 Freispiele ohne Einzahlung – das einzige No-Deposit-Angebot im Vergleich. LeoVegas‘ Cash-Spins (0,25 €/Spin, keine Umsatzbedingungen auf Gewinne) sind die zweite Variante, die das Bonus-Modell aufbricht. Wer einen Bonus überschlägt, rechnet Umsatz × (1 − RTP) – das ist die erwartete Verluststrecke, nicht der garantierte Ausgang.

Wer in einem Offshore-Casino spielt, sollte sich der Rückforderbarkeit von Verlusten bewusst sein – OGH-Rechtsprechung seit 2020, CJEU C-77/24 aus 2026. Die Reform ab 1. Oktober 2027 verspricht, den Markt für zusätzliche Lizenzen zu öffnen, mit Cooling-Off-Phase ab 1. Jänner 2027 und Stammkapitalanforderung von mindestens 10 Millionen Euro. Bis dahin bleibt win2day die einzige vollständig konzessionierte Adresse – und die einzige ohne Paysafecard. Das ist die Quadratur des Kreises, die dieser Markt derzeit verlangt.

Wer Spielverhalten bei sich oder bei anderen als problematisch erkennt, hat in Österreich kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Hilfsangebote: die Spielsuchthilfe Wien unter 01 544 13 57, der BMF-Selbsttest unter umfrage.bca.gv.at, das Online-Tool genuggespielt.at. Die Paysafecard ist eine Bremse, die der österreichische Gesetzgeber nicht eingebaut hat; sie funktioniert, solange der Spieler sich an die gekauften Stückelungen hält. Wer diese Bremse nicht mehr spürt, sollte sie nicht weiter ignorieren.

Häufig gestellte Fragen

Bei welchen Casinos kann ich in Österreich mit Paysafecard einzahlen?

Im aktuellen Test akzeptieren neun von zehn Anbietern Paysafecard – bwin, bet365, Mr Green, Interwetten, Tipico, Bet-at-home, LeoVegas, Betway und NetBet. Der einzige Anbieter mit österreichischer Konzession, win2day, akzeptiert keine Paysafecard. Wer dort einzahlen will, muss auf EuroBon, Kreditkarte, Google Pay, eps-Überweisung oder Prepaid-Bon ausweichen.

Bekomme ich einen Willkommensbonus, wenn ich mit Paysafecard einzahle?

Die meisten Casinos im Vergleich qualifizieren Paysafecard-Einzahlungen für den Willkommensbonus – bwin, Mr Green, Interwetten, Tipico, Bet-at-home, LeoVegas und NetBet. Bei bet365 sind Skrill und Neteller vom Bonus ausgeschlossen; ein vergleichbarer Paysafecard-Ausschluss ist nicht durchgängig dokumentiert. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft die Bonusbedingungen vor der Einzahlung.

Die Rechtslage ist zweigeteilt: Nur win2day ist in Österreich für Online-Glücksspiel konzessioniert. Alle anderen Anbieter im Test besitzen ausländische Lizenzen (MGA, Gibraltar), die in Österreich keine Wirkung entfalten. Verträge mit nicht lizenzierten Anbietern sind nach GSpG nichtig, Verluste können zurückgefordert werden. Strafrechtlich ist der Spieler nicht im Fokus – § 52 GSpG und § 168 StGB richten sich gegen Betreiber, nicht gegen Konsumenten.

Kann ich meine Gewinne mit Paysafecard auszahlen lassen?

Nein. Die Paysafecard ist ein reines Einzahlungsprodukt; eine Auszahlung auf eine Paysafecard ist technisch nicht vorgesehen. Wer Gewinne auszahlen will, muss Banküberweisung, Skrill, Neteller oder eine andere vom Casino akzeptierte Methode nutzen. Bei Tipico ist Paysafecard ausdrücklich von der Auszahlung ausgeschlossen.

Was passiert mit meinem Restguthaben auf der Paysafecard?

Restguthaben auf einer Paysafecard bleibt auf dem Code erhalten und kann für weitere Einzahlungen verwendet werden. Ab dem zweiten Monat fällt eine monatliche Bereitstellungsgebühr für ungenutztes Guthaben an. Wer das Restguthaben nicht mehr nutzen will, kann es auf das myPaysafecard-Konto übertragen und von dort ausgeben oder auf ein verknüpftes Bankkonto transferieren.

Inhalt erstellt vom Team «Willkommensbonus Casinos Österreich»